Bonjour Paris

Bonjour Paris

Ein Foto – Reisebericht.

 

Die letzten Wochen waren wirklich extrem für mich.

15 Arbeitsstunden und maximal 4 Std. Schlaf standen an der Tagesordnung.

Weder für den Körper noch für den Geist sind solche Extreme gut.

Einige Tage ausspannen würden mir gut tun.

Am Strand liegen und entspannen, das wäre genau das Richtige!

Da eigentlich nur Ägypten für Kurzurlaube (aufgrund der relativ kurzen Flugzeit) zu dieser Jahreszeit wirklich geeignet ist und in dem Land aber die politische Lage unsicher ist, entschied ich mich für eine Städtereise.

Mein letzter Paris Besuch ist fast 15 Jahre her, also warum nicht in die Stadt der Künstler, die Stadt der Mode, die Stadt der Liebe?

 

Der Termin schnell gefunden, der Flug mit Niki schnell gebucht, begann die Suche nach einem geeigneten Hotel.

Alles andere als einfach kann ich Euch sagen, besonders wenn man kurzfristig etwas sucht.

Meine Suchkriterien waren in erster Linie eine gute Lage und ich zweiter Linie sollte es typisch pariser Flair haben. Das Hotel sollte so liegen, dass so gut wie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichbar sind.

Ein Hotel mit Geschichte sollte es sein und natürlich in einer halbwegs vernünftigen Preisklasse.

Lange, wirklich lange habe ich gesucht bis ich fündig geworden bin.

Es war Liebe auf den ersten Blick als ich die Zimmer im Internet gesehen habe.

Hotel Muguet, ein kleines, nettes Hotel nahe dem Eifelturm. Rustikal gebaut, in 3. Generation geführt. Unscheinbar von Außen und ein Hingucker (wenn man auf rustikales steht) die Einrichtung.

Hotel Muguet

Zimmer im Hotel Muguet

So wenig und so leicht wie nur möglich sollte das Fotoequipment sein. schließlich wollte ich ja Urlaub machen.

Eine Canon 1100d mit der ich bereits Tests zur vollsten Zufriedenheit gemacht habe, ein 17-40 und ein 70-200 sollten reichen.

Da ich fast nur Festbrennweiten habe, ist die Auswahl nicht soooo groß

Ein leichtes Stativ, ein Fernauslöser, Ladegerät und Speicherkarten sollten reichen.

 

Auf dem Flughafen stand wie über Internet ausgemacht der Taxifahrer mit einem Zettel mit meinem Namen darauf.

Etwa eine Stunde Anfahrtszeit zum Hotel im Stau.

Verblüfft hat mich der Müll links und rechts der Autobahn nach Paris.

Unglaublich der Verkehr und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer.

Man hat das Gefühl jeder fährt wie er möchte. Chaos pur!

Motorradfahrer (diese sind bei zwei Drittel aller Verkehrsunfälle beteiligt) überholen Links und rechts hupend. Fahren zwischen den Autos Slalom. Autofahrer die zum Vordermann zwei Meter Abstand halten. Mann war ich war froh, nicht fahren zu müssen.

Trotzdem funktioniert der Verkehr, irgendwie halt.

Spuren des täglichen Verkehrswahnsinns sind aber unübersehbar.

Es findet sich Kaum ein Auto ohne „Kampfspuren“. Nahezu jedes Auto ist zerkratzt und verbeult.

 

Endlich im Hotel angekommen und das Zimmer besichtigt.

Wow, mit Blick auf den Eiffelturm. Cool, damit habe ich nun nicht gerechnet

Das Zimmer war wie ich es erhofft hatte mit der zusätzlichen Überraschung mit dem Blick zum sehr nahen Eiffelturm.

Fotografie by roga

Nach einem Café ging es dann auch gleich Richtung Eiffelturm.

Nur 3 Minuten später Stand er nun vor mir, 324m hoch und über 100 Jahre alt.

Erbaut wurde der Eiffelturm anlässlich der Weltausstellung in den Jahren 1887 – 1889 und eigentlich sollte er nur für 20 Jahre stehen bleiben und dann wieder abgerissen werden.

Wer mehr über die Entstehung und die Geschichte des Eiffelturms erfahren möchte kann das Internet bemühen.

Der Eiffelturm

Eiffelturm

Unter dem Eiffelturm hindurch ging es weiter über die Pont d´lena zum Palais de Chaillot und weiter entlang am rechten Seineufer.

Nur etwa 300m weiter die nächste Brücke, die Pont de l’Alma und dem Tunnel de l’Alma der traurige Berühmtheit erlangte als im Sommer 1997 Lady Diana hier verunglückte.

de l´alma

de l´alma

Im Hintergrund der Eiffelturm. Rechts unter der goldenen Flamme der Tunnel in dem Lady Diana verunglückt ist. Durch die Blüte der Algen ist das Wasser der Seine im Moment sehr grün.

Die bekannteste und wohl schönste Brücke ist Pont Alexandre III über die man zum Muse de l’Armee gelangt.

Hier wurde ein gewisser Napoleon Bonaparte ausgebildet und später errichtete er dort seinen Hauptsitz. Heute dient das riesige Areal als Museum für den Tourismus.

 

Pont Alexandre III

Pont Alexandre III

Die Pont Alexandre III mit ihrer bekannten Beleuchtung. Auf der rechten Seite der eiffelturm und ganz links die goldene Kuppel des Dôme des Invalides. Ursprünglich als Kirche gebaut, dient er nun als Grabstädte von Kaiser Napoleon.
Am besten erkundet man die Sehenswürdigkeiten zu Fuß und bekommt so auch einiges vom Leben abseits der großen Touristenzentren mit.

Ich habe an den 4 Tagen etwa 34km zu Fuß zurückgelegt was mir zwar Blasen beschert hat, aber auch das Leben in Paris näher gebracht hat.

Das modische Paris, keine falschen Fingernägel, keine Frauen in glitzernden Leggings, langen Pullovern und Ballerinas.

Die Frauen (aber auch die Männer) in Paris verstehen es, sich anzuziehen und sind eine Wohltat fürs Auge.
Frauen tragen hier fast alle Röcke, auch Frauen die keine 30 mehr sind. Flache Schuhe? Fehlanzeige!
Doch auch für die Herren gilt hier wohl „Sportschuhe gehören nur zum Sport“, ich habe maximal Touristen in Sportschuhen gesehen.

Achja bevor ich es vergesse: sehr viele Frauen sind auch mit ihren Rollern und Motorrädern unterwegs.

Natürlich im Business Kostüm und HEELS!!! ein gewöhnungsbedürftiger Anblick, aber durchaus kein schlechter.
streetfashion

Dass die Pariser sehr modisch sind sieht man ständig und in jeder Altersklasse bis ins hohe Alter sind die Frauen eine Augenweide.

Um die ganzen Sehenswürdigkeiten der Stadt abzuklappern nimmt man am besten einen der hopp on, hopp off Busse. So kann man jederzeit aussteigen wenn man etwas ansehen möchte und mit einen der nächsten Busse wieder weiter fahren.

Es gibt einige verschiedene Anbieter die auf verschiedenen Stecken fahren, aber doch mehr oder weniger alle die gleichen Ziele anfahren.
Wir haben uns für das Unternehmen open Tour entschieden welches zwar das teuerste ist, aber dafür 4 verschiedene Strecken in Programm hat. So kann man alleine schon zwei bis drei Tage verbringen.
Mangel an Sehenswürdigkeiten gibt es keinen und in einer Woche kann man nicht annähernd alles auch nur halbwegs ansehen.

Als absolutes Muss gelten natürlich der Eiffelturm, der Louvre und Notre Dame.

Wer Einkaufsstraßen liebt sollte eher einer der kleineren Straßen besuchen, zumindest mich haut der Champs-Elysees nicht vom Hocker.

Leider war diesmal auch kein Foto vom Arc de Triomphe sinnvoll da er zur Hälfte eingerüstet war. Leider waren auch hier Nachtfotos geplant, die ich dann leider nicht machen konnte.

Den tollsten Blick über Paris hat man von der Basilique du Sacre Coeur.
Leider war an dem Tag Smog Alarm und es war sehr schlechte Sicht. Trotzdem hat sich die Anfahrt gelohnt. In den engen Gassen hinter der Basilique gibt es ein reges Treiben und etliche Künstler bieten da ihre Werke an.
Ein absolutes Muss wenn wenn da in der Nähe ist.
Fotografie by roga

In Paris wird pausenlos versucht einen irgendwelchen Ramsch anzudrehen. Ein NO wird im Allgemeinen akzeptiert, nur auf Sacre Coeur sind die Leute etwas lästig und es bedarf schärferer Worte was mir ja nicht schwer fällt

Den zweiten Teil gibt es in einigen Tagen 😉

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Das Dirndl Shooting

Ein wirklich tolles Shooting hatte ich Anfang März in Kärnten.
In Seeboden am Millstätter See, der Heimat von Schispringer Thomas Morgenstern, haben wir uns im Camp ROYAL X zu einem Unterwasser Shooting getroffen.
Die Designerin und Künstlerin Sibylle Göres war mit einigen ihrer ganz speziellen Dirndln und einigen Freundinen zum Unterwasser Shooting angetreten.
Nein, keine 08/15 Dirndln sondern im Gegenteil.
Hochwertige Ware, handgemacht und jedes ein Unikat !!!
Die Mädels haben bereits im Vorfeld im Pool geübt und so war es ein sehr entspanntes Shooting für uns.
Die Mädels haben sich alle sehr gut angestellt und der Spaßlevel war natürlich ebenfalls sehr hoch.
In kurzer Zeit (ca 4 Std) sind hunderte tolle Fotos entstanden, welche zur Werbung verwendet werden sollen.

Inzwischen weiß ich auch, dass ALLE Dirndln das Wasser gut vertragen haben und keines einen Schaden hat erleiden müssen.

Wer Interesse an einem wirklich außergewöhnlichen Dirndl hat, sollte sich die von Sibylle auf jeden Fall ansehen.
Jedes Dirndl wird nach den Maßen der Trägerin geschneidert.

Unterwasser

Dirndl Unterwasser

Über meine Ausrüstung und Arbeitsweise werde ich im Herbst mal berichten.
Zuvor gibt es noch einen Unterwasser Workshop im Sommer wer Interesse hat, kann sich gleich bei mir informieren.

Landschaftsfotos am See

Letztes Wochenende hatte ich einen Job in Kärnten.
Da ich Kärnten immer schon als das schönste Bundesland Österreichs bezeichne, habe ich natürlich auch einiges eingepackt um wenn Zeit bleibt wenigstens kurz durch die Gegend zu streifen.
Also zusätzlich ein kleines Tele (200mm) und einen Konverter (für alle Fälle) eingepackt.
Ein Stativ ist bei Fotowanderungen unentbehrlich.  Ich nehme immer zwei mit, ein schweres, stabiles und ein leichtes für Wanderungen.
Außerdem habe ich verschiedene Graufilter eingepackt, die bei Aufnahmen am Wasser gute Dienste leisten können.

Leider war die Zeit wirklich mehr als wenig.
Aber trotzdem zog ich am frühen Morgen los zum nahen Millstätter See.
Das Wetter war vielversprechend für einen tollen Sonnenaufgang. Pünktlich zeigten sich die ersten Sonnenstrahlen im goldenen Kleid. Meine Kamera war bereits aufgebaut.
Mit der 17mm Weitwinkel wollte ich die über den Bergen aufgehende Sonne am Wasser fest halten.

 

Millstättersee in Kärnten

Millstättersee, Seeboden, Kärnten

Fotografiert habe ich von der Ortschaft Seeboden aus in Richtung Osten.
Im Hintergrund zu sehen: Der Mirnock ist ein 2110 hohes, isoliertes Bergmassiv in Kärnten. Er ist Teil der Nockberge und liegt zwischen dem unteren Drautal im Südwesten und dem Gegendtal im Nordosten.
Im Vordergrund: Der Millstätter See ist ein See nördlich des Drautals bei Spittal in Kärnten (Österreich). Er liegt in 588 m Seehöhe, ist 11,5 Kilometer lang und bis zu 1,8 Kilometer breit und nach dem Wörthersee Kärntens zweitgrößter, mit 141 m tiefster und mit 1204,5 Millionen Kubikmetern wasserreichster See.
Der Schwan auf dem Foto war neugierig aber friedlich ,)

Das zweite Foto entstand bereits am Abend davor vor dem Sonnenuntergang auch mit dem 17mm Objektiv.
Diesmal war ich eher am Nordufer unterwegs und habe wieder Richtung Mirnock fotografiert.

Bei diesen Fotos ist ein gutes Stativ unerlässlich und ein Garant für scharfe Fotos.

Die Koffer werden bald wieder gepackt und ein neuer Auftrag wartet auf mich.
Diesmal geht es nach Paris und ich werde viel mehr Zeit haben um auch die Stadt zu fotografieren da ich nicht so knapp gebucht habe.

Seeboden

Millstätter See, Kärnten

Immer ein Kompromiss: Fototaschen und Fotorucksäcke

Eine sehr wichtige Überlegung für einen Fotografen ist die Fototasche oder der Fotorucksack.
In meinen Augen ist diese Wahl IMMER ein Kompromiss.
Die meisten die ich kenne, sind mit ihren Taschen und Rucksäcken unzufrieden.
Ich kann gar nicht mehr aufzählen wie viele ich im laufe der Jahre bereits besessen habe.
Von ganz klein, bis sehr groß. Von sehr kleiner Kameratasche über Rucksäcke bis Alu Koffer war alles dabei.

Absolut zufrieden war auch ich dabei nie.
Je mehr Equipment man hat, je mehr Sparten man abdeckt, umso komplizierter wird es, einen Rucksack so zu packen, dass man alles dabei hat ohne gleich das Auto von unten bis oben voll zu packen.

Robert_0010
Wichtiges Kriterien für die Wahl der richtigen Tasche:
1.)        Ausreichend oder besser der richtige Stauraum. Es muss nicht immer die größte
Tasche sein, aber der Stauraum muss für den jeweiligen Zweck ausreichen.
2.)        Guter Schutz. Natürlich ist die Sicherheit für Kamera und Objektive ein sehr wichtiges
Kriterium. Die Tasche soll gut gepolstert und einigermaßen robust sein.
3.)        Das Gewicht. Ein nicht unwesentliches Augenmerk sollte man (zumindest wenn  man
seine Kamera mit auf reisen oder Wanderungen nimmt auf das Gewicht legen.
Allerdings ist klar, dass man am meisten Gewicht sparen kann wenn man gut überlegt
was mit muss.
4.)        Flexibilität. Die meisten Fototaschen haben einen anpassbaren Innenraum mit
variablen Einlagen.
5.)        Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium sind große, leicht gängige Verschlüsse (hier
oft ein Zipp Verschluss).
Nicht so gutes Material klemmt hier schnell und macht den Rucksack unbrauchbar.
6.)        Ist man oft in der Natur unterwegs, ist ein geeigneter Regenschutz sehr wichtig.
7.)        Genügend Fächer für die kleinen Dinge wie Anleitungen, Speicherkarten, Filter usw.
8.)        Ein Laptopfach ist für die meisten nicht erforderlich, für einige unerlässlich.
Dieses Fach kann aber auch für andere Dinge die groß und flach sind genutzt werden.

Je mehr an Equipment man hat, umso komplizierter wird es 😉
Ich verwende im Moment 5 Alu Koffer und 3 Rucksäcke. Fototaschen die man einseitig umhängt sind nicht so mein Ding, da sie einseitig die Wirbelsäule belasten.
Im 1, Alukoffer habe ich meine Kamerabodys, im 2. befinden sich die wichtigsten Objektive. Im 3. Koffer habe ich 6 Systemblitze, Auslöser und Kabel sowie haufenweise Ersatzakkus für die Blitze.
Im 4 Alukoffer sind dann Filter, Utensilien zur Kamera- und Objektivreinigung, Kleinteile.
Im 5. Koffer sind dann noch einige Objektive und Kleinteile die ich nicht so oft benötige.
In diesen Koffern sind meine Sachen wirklich gut geschützt und schnell verladen.
Allerdings ist der Einsatz solcher Koffer sehr auf fixe Einsatzorte beschränkt.
Muss man sich frei bewegen können und einige Kilometer zurücklegen, kommen bei mir Fotorucksäcke zum Einsatz.
Ein sehr kleiner Rucksack wird von mir bei Reisen und Spaziergängen bei denen ich eine kleine DSLR oder eine Kompaktkamera mitnehmen möchte, verwendet.
Die beiden größeren Rucksäcke belade ich je nach Vorhaben mit den von mir benötigten Utensilien wenn ich im Einsatz bin.
Dabei nehme ich fast immer zu viel mit und ärgere mich dass ich so viel schleppen muss 😉
DEN perfekten Koffer oder Rucksack gibt es meiner Meinung nach nicht.
Für den einen ist er sehr klein, leicht und kompakt, für den anderen ist ein klein LKW gerade ausreichend.
Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden welche Tasche, Rucksack oder Koffer der Beste für ihn ist.
Ich bin seit 30 Jahren am suchen 😉