Kaufberatung oder ist dies oder jenes Teil „gut“ ?

Fast täglich taucht im Internet irgendwo die Frage nach einem Teil auf ob das gut ist und ob man das kaufen soll. 
Die Frage nach der Kamera zB
„ich möchte mir die XXYZ kaufen, ist das eine gute Kamera?“
„was haltet ihr vom Objektiv zx2?“
Alleine die Fragestellung an sich ist ja schon blöd, doch die Antworten übertreffen meist alles.
Da wird dann mit Halbwissen und theoretischen Daten aus einem Test einer Fotozeitschrift geglänzt und oftmals einfach Blödsinn verzapft. 
Nichtmal ansatzweise gehen die „Experten“ die Antworten geben auf das Wesentliche ein oder stellen die wichtigste Frage überhaupt.
Wofür wird das Teil benötigt?
Aktuell habe ich erst Heute die Frage nach einem ganz speziellen Objektiv gelesen. Nur einige Minuten Später waren an die 30 Antworten auf die Frage online.
Von technischen Auskünften über den Preis bis zu nimm lieber das Sigma statt dem Canon bis zu „dieses Objektiv braucht kein Mensch“ war alles vertreten. 
Nur eines habe ich vermisst…
… der Fragesteller hat nicht geschrieben WOZU er dieses spezielle Objektiv verwenden möchte, noch hat das einer derjenigen gefragt die geantwortet haben. 
Es wäre wie wenn ich fragen würde ob Hühnerfleisch oder Schweinefleisch für mein Anliegen besser geeignet wäre ohne zu schreiben welches Gericht ich zubereiten möchte. 
Oder die Frage ob ein Smart ein gutes Auto ist. (Für Leute die in der Stadt wohnen und nicht viel fahren mit Sicherheit, aber ein Vertreter der täglich viele Autobahnkilometer zurück legt wird keine Freude haben)
Es ist sowieso sehr schwer anderen Empfehlungen zu geben was für SIE/IHN an besten ist, aber ganz schwer ist es wenn man nur seine eigene Meinung kund tut. 
Ich persönlich tu mir da immer sehr schwer wenn mich zB jemand danach fragt welche Kamera man sich in den Urlaub mitnehmen soll. 
Ich kann da immer nur von mir ausgehen, aber einen pauschal Ratschlag zu geben finde ich schwer fahrlässig.

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Erfahrungsbericht SONY Alpha 6000

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Systemkamera SONY Alpha 6000
Vor einem Monat bekam ich die neueste Systemkamera von SONY eine Woche vor dem offiziellen Erscheinungstermin.
Seitdem habe ich die Kamera ausgiebig getestet und bin schlichtweg begeistert.

  • 24,3 Megapixel Auflösung
  • Bildsensor in APS-C-Format
  • Lichtempfindlichkeit bis ISO 25 600
  • OLED Tru-Finder-Sucher
  • Wi-Fi und NFC-Schnittstellen
  • Angeblich der schnellste Autofokus der Welt

Die Sony A6000 ersetzt die NEX-6 und NEX-7 und ist seit Mitte April 2014 erhältlich.

Sony hat mit der A6000 ein kompaktes Leistungspaket geschnürt. 24 Megapixel Exmor HD-CMOS-Sensor im APS-C-Format 23,5 x 15,6 mm, Bionz X-Bildprozessor und ein schnelles Hybrid-AF-System mit 25-Kontrast-AF-Feldern und 179 Phasendetektions-Messpunkten.

Das Gehäuse liegt (zumindest wenn man keine großen Hände hat) gut in der Hand, ist sehr leicht und die Bedienknöpfe sind übersichtlich angeordnet.

Entgegen den Vorberichten aus dem Internet habe ich die Kamera in die Hand genommen und fand mich mit dem Bedienkonzept sofort zurecht. (ich bin sonst KEIN Sony Fotograf)

Auch ohne Bedienungsanleitung konnte ich problemlos alle wichtigen Einstellungen vornehmen.
Es gibt für mich also nur zwei Möglichkeiten für die Behauptung dass die Kamera schwer zu bedienen ist: Bewusstes schlecht machen, oder totale Ahnungslosigkeit 😉

Sony verspricht den derzeit schnellsten AF in der Klasse der spiegellosen Systemkameras. So führt die A6000 selbst bei höchster Serienbildrate von atemberaubenden 11 fps den Fokus auf Wunsch kontinuierlich nach.
Dieses Auslösegeräusch innerhalb der Sekunde macht schon alleine Eindruck wenn man in der Öffentlichkeit auslöst 😉

Mit dem schnellen Autofokus führt Sony bei der A6000 zudem einen für die NEX-Klasse neuen AF-Modus ein, AF-A. AF-A schaltet automatisch zwischen statischem Autofokus (AF-S) und dynamischem (AF-C) um, sobald die Kamera ein Actionmotiv ausgemacht hat. Wird der Auslöser währenddessen halb durchgedrückt, führt die A6000 die Schärfe auf das Objekt nach.

Die spiegellose Systemkamera ist schnell, gut ausgestattet und es gibt eine Menge Apps die man einfach aus dem Internet runter laden kann. (habe ich schon erwähnt, dass die Kamera über WLan verfügt?)
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Zwei von diesen Apps habe ich mir runter geladen.
Eine App um Timelapse Aufnahmen machen zu können und das zweite App dient der Steuerung von Bewegungsaufnahmen.
Eine nette Spielerei, die aber meinen Vorhaben zugute kommt.
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Fazit: Die SONY Alpha 6000 ist eine kleine kompakte Kamera mit sehr guten Leistungsdaten und stellt viele Spiegelreflexkameras in den Schatten.
Für mich die optimale Urlaubskamera: Klein, leicht, Wechselobjektive, schnell und für viele sicher auch nicht unwesentlich, man sieht der Kamera den Preis von 800€ nicht an.
Liegt sie neben einer 250€ Canon 1100 greift der Dieb sicher zur SLR 😉
Einziger kleiner „Schönheitsfehler“ für MICH, ist der etwas kleine Haltegriff mit dem die Kamera für Leute mit großen Händen bisschen krampfhaft zu halten ist. (allerdings wäre die Kamera ja sonst auch nicht so klein gg)