Die Photokina in Köln Teil 2

Über meinen Weg zur Photokina habe ich im letzten Eintrag berichtet.
Heute geht es um die Photokina und MEINE Eindrücke die ich in den Tagen gewonnen habe.
Natürlich ist meine Ansicht subjektiv und ich akzeptiere jede andere Meinung. 😉
Es wird ja immer empfohlen sich eine Strategie zurecht zu legen, damit man weiß wohin man soll. Außerdem liest und hört man immer den Ratschlägen sich etwas zu Essen und Trinken mit zu nehmen.
Zunächst mal: Es war beeindruckend.
Am ersten Tag war ich bereits um 9 in den noch Menschenleeren Hallen (offizielle Eröffnung ist um 10 Uhr) und konnte mir so schon eine recht gute Übersicht verschaffen.
Strategie hatte ich natürlich keine weil ich ja auch nicht wusste, was, wie und wo.
So verwendete ich den ersten Tag eigentlich nur dazu mir alles mal anzusehen und habe mir auch die ersten Fachvorträge angehört.
Ich hatte 1,5l Wasser und zwei Brote mit, was ich aber im Nachhinein irgendwie „bereut“ habe.
Es war genug Platz in den Restaurants und eine Limo, Spaghetti und eine Nachspeise um 15,20 ist nicht günstig, aber es reißt auch kein Loch in den Hosensack.
Hingegen fast 2 Kilo im Rucksack den ganzen Tage herumzuschleppen ist nicht so toll.
Am 2. Tag blieb der Rucksack im Hotel.
Prospekte sammelte ich auch nicht, sondern nur Visitenkarten von interessanten Ausstellern.
Was mir immer und ewig ein Rätsel bleiben wird, sind jene Besucher, die mit der kompletten Fotoausrüstung auf eine Messe gehen.
Ich geh da doch nicht hin um zu fotografieren!?
Um Eindrücke zu sammeln und Stände zu fotografieren hatte ich ja mein Handy mit, das reicht.
Bei einem der Video Blog Fotografen stand eine Horde mit ihren 200er Objektiven und wartete auf den Moment an dem die Farbe auf das Model fiel.
Ich war so perplex dass da so viele dachte sie können die 1/4000 Sek einfangen in der der Blitz das Set beleuchtete dass ich sogar vergessen habe diese Szene mit dem Handy zu fotografieren wie alle da stehen mit der Kamera im Anschlag und warten.
Ein herrliches Bild, da sich leider versäumt habe es zu machen.
Sonst muss ich sagen dass die vielen Leute sich auf dem großen Gelände irgendwie verloren haben.
Es war viel los, aber man kam überall sehr gut zu den Ausstellern.
Dass ich jeden Tag viele Leute getroffen habe dich ich kannte oder die mich kannten war mir bereits im Vorfeld klar.
Am zweiten Tag merkte man aber auch, dass mehr Leute da waren als noch am ersten Tag.
An diesem Tag wollte ich mir auch mal den Haupteingang West ansehen.
Es blieb aber beim „ansehen“ und um ein Foto zu machen. Denn es war dann in meinen Augen doch besser zurück zu einem der anderen Eingänge zu gehen als mich hier anzustellen.
Hier werden die Besucher mit Bussen von den Parkplätzen an der Stadtgrenze angekarrt und es kommen hier die Leute zusammen, die mit der Bahn und S- Bahn kommen.
Wer also lange Wartezeiten beim Eingang vermeiden möchte, sollte den Eingang West nach Möglichkeit meiden.
Die Eingänge Ost und Süd sind viel entspannter zu durchqueren und die Schlangen halten sich in Grenzen.
Den zweiten Tag nutzte ich vorwiegend um Fachvorträge anzuhören und mich in der 3D Halle aufzuhalten.
Die 3D Welt war so ein Thema das ich mir vorgenommen habe, mir genauer anzusehen.
Außerdem nahm ich mir die Zeit um in einer lustigen Österreicher „Runde“ Kaffee zu trinken.
Erst am dritten Tag ging ich dann bewusst zu den Ausstellern, die ich mir vorher ausgesucht hatte um mich genauer zu informieren oder mir Infomaterial mit zu nehmen.
Das war auch gut so, denn jeden Tag wurden die Besucher mehr und der Andrang bei den Ständen größer.
Trotzdem sind an den Wochentagen alle Hallen zwar voll, aber nicht überfüllt.
Im Außenbereich waren auch einige Shows zu sehen. Viel Anklang fand zB die Greifvogel Schau bei der man Gelegenheit hatte, die edlen Vögel ohne 600er vor die Linse zu bekommen.
Wirklich Tipps zu geben fällt mir schwer, denn jeder muss selbst entscheiden was man sehen möchte, aber definitiv ist ein Tag VIEL zu wenig für diese beeindruckende Messe.
Insgesamt eine sehr gute und beeindruckende Messe die das Fotografenherz höher schlagen lässt.
Was aber jene, die nur einen Tag (oder nicht mal einen ganzen Tag) da verbringen ansehen, ist mir ein Rätsel, denn da versäumt man wirklich viel wenn man nur schnell durch die Hallen hetzt und keine Zeit hat um sich umzuschauen.
Ich habe nicht mal in all den Tagen alles gesehen was es gab und bin sicher viele interessante Dinge nicht gesehen zu haben.

Aber es gibt in zwei Jahren ja wieder eine Photokina 😉

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Mein Weg zur Photokina 2014 (ein bisschen „Böse“)

Die perfekte (oder doch nicht) Planung und Reise zur Photokina.
Im November 2013 beschloss ich zur Photokina zu 2014 zu Fliegen/Fahren.
3 Weitere interessierte sind auch neugierig gewesen also haben wir gesagt wir fahren mit dem Auto und teilen uns die Fahrtkosten.
Im Dezember waren wir nur noch zu 2. und im Jänner buchte ich dann alleine ein Hotel.
Die Preise der Hotelzimmer hielt ich zuerst für einen Scherz, aber nach längerer Recherche war klar dass 205 Euro pro Person und Nacht in einem 3!!! „Stern“ Hotel normal sind… (zumindest zu Messezeiten und bei rechtzeitiger Buchung. 1 Woche vor der Photokina kostet das gleiche „Angebot“ 289.- p.P./N).
Achja, Frühstück war natürlich zu dem Preis keines dabei aber man konnte ja Kaffee und eine Semmel mit Marmelade um 15€ dazu bestellen.
Ich überlegte nun ob ich auch gleich einen Flug buchen sollte, legte aber fest dass ich für 3 Tage bei der Photokina bleibe und anschließend noch einen kleinen „Urlaub“ anhänge und nach Holland ans Meer oder an die Nordsee fahre.
Einige Tage entspannen und nur so für mich fotografieren.
Die Photokina rückte näher und ca 10 Tage bevor es los ging legte mit ein Freund ein Ei und ich „musste“ am Samstag in der Früh wieder zurück sein.
SUPER
Nun schnell mal einen Flug gesucht, aber es war natürlich schon knapp und die beiden Flüge hätten mich 380.- gekostet.
Bahn?  Vergesst es !!!
15 Std mit 3 mal umsteigen und 200€ ist nicht annähernd das was ich möchte.
Also doch mit dem Auto.
Da ich in Deutschland in den letzten Jahren ja nicht so oft mit dem Auto unterwegs war, erfuhr ich erst am Vortag dass man in vielen Städten eine grüne Umweltplakette benötigt.
Ok, ich habe eine ganz neue Windschutzscheibe und da passen noch genügend Fabkleckse rauf.
Im Internet habe ich mich mal schlau gemacht wo man so ein Ding kaufen kann, aber ich habe nur eine Möglichkeit gefunden so einen grünen Aufkleber zu bekommen.
ONLINEBESTELLUNG
Kostet 29 Euro, klar, kein Problem.
AAAABER
Das Ding bekommt man zugeschickt und wenn man möchte dass die innerhalb von 24 Std versenden kommen nochmal 29.- Aufschlag dazu.
Wie auch immer, ich bekomme den Aufkleber ganz sicher nicht rechtzeitig.
Ich habe dann mal aufgegeben zu suchen und Leute zu fragen ob es andere Möglichkeiten gibt.
Es ging ohne dieses sch… Ding los.
Die „Lieblingsnachbarn“ brauchen sich nicht mehr über unsere Autobahnvignete beschweren, die bekommt man wenigstens sofort an der Tankstelle…

Inzwischen bin ich ein wenig schlauer und in meinem Stress habe ich nicht richtig recherchiert.
Die grüne Plakette bekommt man bei uns auch beim ÖÄMTC und kostet 5.- für Mitglieder und 10.- für nicht Mitglieder.
Was wollten mir die um 29.- verkaufen?
Langsam hab ich den Eindruck die haben eine Preisgestaltung die an den Ostblock erinnert. Je nach belieben und Laune.

Los ging es dann am Abend und ich wollte am Morgen da sein.
Die Nacht durch zu fahren und durch zu machen, ist ja nichts neues und kein Problem für mich.
Auf der Fahrt wollte sowieso noch ein, zwei Freunde zum Kaffee treffen. Doch beide hatten wichtigeres zu tun als mit mir Kaffee zu trinken, also fiel das auch ins Wasser.
Einen Versuch wagte ich noch wegen dem Grünen Zeugs. Achja, Grün, desswegen solche Probleme 😉 (Insider)
An der ersten Tankstelle nach Passau fuhr ich ran und fragte nach der Umweltplakette.
Die Junge Dame war nicht sehr erfreut dass ihr getippsel am Handy unterbrach und zuckte nur mit den Schultern.
Hat sie nie was von gehört !
HÄÄÄÄÄÄÄÄ ???
Ich wollte ihr weitere schwere Arbeit ersparen und sie nicht nötigen auch noch ihr Handy aus der Hand legen zu müssen um die Kassa zu bedienen, also stellte ich die zwei RedBull auf den Tresen und verabschiedete mich mit vielen Dank für die „freundliche“ Auskunft und lassen Sie sich nicht stören mit dem Handy.

Gut dass man in Deutschland (zumindest Theoretisch) so schnell fahren darf wie man möchte, sonst käme man auf keinen 120er Schnitt.
Von den ersten 200 Autobahnkilometern waren über 100Km BAUSTELLE !!!

Aber eines muss man den Pie… ähh Deutschen lassen, es gibt viel weniger bis keine langsame Links Fahrer und das Reißverschluss System funktioniert problemlos.
Keiner versucht noch schnell mal noch an einigen vorbei zu kommen.
Der Straßenverkehr ist viel gesitteter als bei uns.
Vielleicht haben sie auch aus diesem Grund keine Geschwindigkeitsbegrenzung weil sie damit umzugehen wissen.

In der Früh war ich dann rechtzeitig (trotz Baustellen und Umleitung) in Köln.
Kaum aus dem Auto ausgestiegen sprach mich eine offensichtlich leicht in Panik befindliche Frau auf Englisch an ob ich den Weg zur Photokina kenne.
Ja, kenne ich, sie kann ja mit mir kommen.
Auf dem Weg sagte sie mir dass sie aus London kommt und für Hasselblad tätig sei.
Sie hat mich auch gleich zum Hasselblad Stand eingeladen wenn ich Zeit habe und ich kann da essen und trinken was ich möchte.
Das ist ja gleich mal ein Angebot 😉

Mein Fazit zur Planung und Anreise: In 2 Jahren FLIEGE ich und zwar ALLEINE 😉

Wie die ersten drei Tage bei der Photokina gewesen sind, was ich gesehen und erlebt habe, schreibe ich bei meinem nächsten Eintrag.

Photokina ich komme

Alle zwei Jahre findet die größte Fotomesse der Welt in Köln statt.
Zwischen dem 16.09 und dem 21.09.2014 kann man in Köln die Photokina besuchen und sehen was es zum Thema Fotografie neues gibt. Von Kameratechnik, über Fotoworkshops bis hin zu Ausstellungen gibt es einiges zu bestaunen.

Ich hatte bereits zwei mal vor die Photokina zu besuchen und es scheiterte beide male.
2012 waren Hotel und Flüge bereits gebucht und ich musste im letzten Moment stornieren. (Natürlich war alles bereits voll bezahlt und ich bekam nichts mehr zurück)
Aber dieses mal klappt es !!!
Ich werde dieses Jahr die Kölner Messehallen besuchen und Euch davon berichten. Ich freue mich viel zu sehen und natürlich (oder vielleicht sogar vor allem) auch darauf viele Leute zu treffen.
Leider bin ich „nur“ an den Wochentagen in Köln da ich am Wochenende einen wichtigen Job habe und wieder zurück muss, aber ich hoffe, diese 4 Tage reichen um viel zu sehen und viel berichten zu können.

In zwei Tagen geht es los und darum wollte ich mal fragen was Euch so interessiert auf der Photokina?
Wie immer könnt ihr gerne eine Mail schicken, mich auf Facebook anschreiben aber auch hier im Blog fragen und mir sagen was ich für Euch erkunden soll.

Auf jeden Fall will ich von den wichtigsten Neuerungen der großen Firmen berichten (Nikon, Canon, Sony und angeblich soll es ja auch von Adobe neues geben. Mal sehen …)