Reisefotografie, Mein Equipment

strand2Beim letzten Eintrag bin ich bereits auf die Reisefotografie eingegangen und dass ich lieber eher mit leichten Gepäck unterwegs bin.
In den letzten Tagen war ich mit meinem Sohn auf einem kleinen „Arbeitsreise (Urlaub)“:
Es war also eine Mischung aus Arbeit und Urlaubseinsatz.
Der erste Schritt ist für mich bei Reisen einmal das Ziel zu definieren. Also zuerst mal das Reiseziel und außerdem das „Fotoziel“.
Möchte ich die Fotos „nur“ auf Facebook zeigen und evtl noch ein Fotobuch für mich zur Erinnerung?
Wenn ja, dann ist es einfach: 1 Sony alpha 6000 mit einem Weitwinkelobjektiv (16-35), einem Stativ und ein Graufilter Set (von UV, Skyline usw verzichte ich bei der digitalen Fotografie).
Zu den Objektiven wäre noch zu sagen dass es natürlich darauf ankommt WAS man fotografieren möchte. In einer Stadt wird man mit einem 300er nur die Verziehrungen an der Kirchenspitze festhalten können. Wogegen man mit einem Weitwinkelobjektiv bei der Fotosafari in Kenia den wilden Tieren schon zu nahe kommt bis sie auf dem Foto erkennbar sind.
Also immer die Ausrüstung den Gegebenheiten anpassen (Fotoziel).
Dazu kommen einige Akkus und Speicherkarten in die Tasche.
Wer nur eine SLR hat oder diese unbedingt mitnehmen möchte, sollte wenigstens den Batteriegriff abnehmen um Gewicht zu sparen.
Mit einem Akku bin ich bisher IMMER noch mehr als einen Tag ausgekommen, den Sinn eines solchen Griffes habe ich daher nie verstanden, nehme aber an dass Hobbyfotografen damit eine große, teure Kamera vortäuschen möchten (was man mit nur ganz wenig Wissen aber sofort erkennt).
Dies alles verstaue ich in einen kompakte Tasche oder Rucksack und fertig ist meine Reiseausrüstung.
Die Kamera ist kompakt und klein, bietet aber hervorragende Qualität.
Eigentlich liebe ich große und schwere Stative. Nicht aber wenn ist sie tragen muss. Da tut es auch ein leichtes aus Carbon. Sauteuer und nicht ganz so wackelfrei, aber das kann man mit einigen Tricks auch gut befestigt bekommen.
Wenn ich fliege und dann mit dem Mietauto unterwegs bin, kommt evtl als Backup noch eine kleine DSLR und zwei Objektive mit.
Ein Tele aber eigentlich nie, ich habe keine Lust ein 1,,5kg schweres 70-200 den ganzen Tag herum zu schleppen. Urlaub soll Urlaub bleiben 😉
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Wenn es wie dieses mal ist, dass ich die Reise mit einem kleinen Job verbinden kann, dann muss ich aber natürlich auch eine Vollformat Kamera mitnehmen und auch ein oder zwei Festbrennweiten.
Zumeist stecke ich dann auch ein kleines Blitzauslöser Set ein, denn es geht nicht über ein Set das man von der Bedienung her kennt.

Natürlich kommt auch ein MacBook in den Rucksack.
Schließlich möchte man ja seine Fotos am Abend im Hotel ansehen oder gleich bearbeiten. Zudem sicher ich gerne die Speicherkarten abends auf dem Mac, belasse aber die Fotos noch auf der Karte. So habe ich auch eine Art Sicherheit um keinen Datenverlust zu erleiden.
Dies war es aber auch schon. Im Grunde befasse ich mich viel mehr mit der Reise selbst als mit dem, was ich mitnehme. Ein Handy hat man sowieso auch immer dabei.
Mit diesem mache ich auch immer ein oder zwei Fotos. Der Grund ist dabei aber ehrlich gesagt nur, dass ich die GPS Daten eines tollen Ortes gesichert bekomme.

So kann ich später genau feststellen wo das war und finde wenn es sein muss auch wieder zur Location zurück.

Ein Tipp noch zum Schluss.
Auch wenn es noch so wichtig für das Ego ist, verzichtet auf Kamera Logos auf euren Taschen, das zieht Diebe nämlich nur an.
Eine alte ausrangierte Fototasche die nicht auffällig ist, findet bei den Langfindern viel weniger Interesse.

 

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Mein Equipment auf Fotoreisen

Immer wieder werden ich gefragt was ich mitnehme wenn ich auf Fotoreise gehe.
Auch im Internet taucht immer wieder diese Frage auf.
Darum möchte ich mich Heute mal drauf eingehen.
Die Kurzantwort ist: Es kommt darauf an 😉
Es kommt nämlich darauf an:
Wohin es geht, wie ich reise und was ich vor habe.
Reise ich mit dem Flugzeug, schaue ich dass ich so wenig wie möglich zu schleppen habe.
Fahre ich mit dem Auto, dann nehme ich immer viel zu viel mit, aber das stört dann ja auch nicht wenn vieles nur im Auto liegen bleibt oder nicht mehr als das Hotelzimmer zu sehen bekommt.
Die meisten von Euch werden eher eine Städtereise als eine Fotosafari planen, da ist mein erster Tipp gleich: Muss es eine Spiegelreflexkamera sein?
Die meisten Leute die ich kenne, sind der Meinung dass man mit einer Spiegelreflexkamera bessere Fotos machen kann als mit einer kleineren Kamera.
Mein persönlicher Favorit bei Reisen ist die Sony alpha 6000
Die Kamera hat den Sensor einer Spiegelreflexkamera (APS-C) bei 24,3 Mpx.
Sie schafft mit 11 Bilder pro Sekunde mehr als die meisten DSLR (Digitale SpiegelReflex Kamera) Kameras, hat einen Anschluss für Wechselobjektive, Videofunktion, Panoramafunktion und vieles mehr.
Eine weitere für mich unverständliche Auffassung der meisten Hobbyfotografen ist, dass man „unbedingt“ ein Tele braucht.
Da bin ich völlig anderer Meinung!
Ein Tele braucht man extrem selten als Normalverbraucher sofern man nicht gerade scheue Tiere fotografieren möchte.
In den meisten Fällen ist sogar das Gegenteil, nämlich ein gutes Weitwinkelobjektiv die bessere Wahl.
In einer Stadt braucht man auf jeden Fall eher ein WW als ein Tele.
Also haben wir schon mal gespart. Nämlich an Gewicht.
Das sollte man auf keinen Fall unterschätzen wenn man den ganzen Tag unterwegs ist.
Es macht dann auch einen Unterschied ob man 1,5 Kilo herumschleppt oder 4 (DSLR mit einem Normalobjektiv und einem guten Tele).
Wo wir schon beim Gewicht sind, ich bin eigentlich ein Fan von großen und schweren Stativen. Diese stehen einfach satt und gut. Auch bei Wind muss man dabei keine Angst haben dass alles wackelt.
Doch auch da gehe ich bei Städtereisen gerne einen Kompromiss ein und überlege genau ob ich überhaupt ein Stativ mit braucht (da kommt es wieder darauf an was und wie ich fotografieren möchte).
Sollte ich der Meinung sein dass ich unbedingt ein Stativ mit brauche, greife ich da zu einem UNBEDINGT GUTEN Stativ.
Ein 30€ Stativ tut selten gute Dienste und man hat dann halt Qualität um 30€.
Es muss aber auch nicht unbedingt ein Karbon Stativ um 400€ sein 😉

Also im wie man sieht denke ich bei Reisen in erster Linie an Gewicht um nicht unnötig Zeug herumschleppen zu müssen.

Da ich im Moment in Vorbereitung zu einer Reise bin, werde ich hier mal alles festhalten was mir durch den Kopf geht und in den nächsten Wochen hier berichten.

Über ein Jahr ist es nun her…

… seit meinem letzten Blogeintrag 😦
Der Grund ist nicht so einfach zu erklären, ist aber anderseits auch recht einfach.
In den letzten Jahren hatte ich wirklich viel Stresse. Unzählige Stunden verbrachte ich im Studio um in einem Bereich zu fotografieren, der mich eigentlich nicht forderte oder interessierte.
An der Tagesordnung standen Passfotos, Bewerbungsfotos oder Familienfotos.
Das ist zwar ab und zu eine tolle Abwechslung, aber für jeden Tag eher nichts für mich.
Nun stand ich also vor der Entscheidung.
Verzichte ich auf das Geld (denn funktioniert hat es ganz gut) und mache einen Schritt zurück oder ich verabschiede mich von der freien Fotografie und denke nur an Geld.
Eigentlich gab es nicht viel zu überlegen zumal mir die Trägheit meines damaligen Studiopartners auch auch viel an Freude nahm.
Auch wollte ich nicht so sein wie andere „Kollegen“ die nur wussten wie ich zu erreichen bin wenn sie etwas an Equipment brauchten, denn Robert hatte ja alles und sagt auch nicht nein.
Also beschloss ich mich aus dem Studio zurück zu ziehen und erst mal NICHTS zu machen und die Freude am Fotografieren zurück zu gewinnen.
Es war nicht so, dass ich keine Hochzeiten mehr fotografieren wollte. Ganz und gar nicht !
Auch Familienfotos mache ich immer wieder gerne. Erst Gestern bekam ich die Anfrage nach einem Babybauch Shooting.
Da kann ich nur sagen ICH FREUE MICH WAHNSINNIG DARAUF !
Nur Pass- und Bewerbungsfotos müssen nicht unbedingt sein 😉

Modell des Jet Trainers des österreichischen Bundesheeres

Modell des Jet Trainers des österreichischen Bundesheeres

Ich ging wieder sehr viel Modellfliegen, hier konnte ich abschalten und runter kommen.
Ich merkte regelrecht wie bei mir wieder vieles anders wurde.
Meine Freude etwas zu machen das Spaß macht kam immer mehr zurück.
Mich für den Verein und deren Mitglieder einzusetzen machte Spaß und so kam auch immer mehr das Interesse an freien Fotoshootings wieder zurück.
Nach und nach habe ich begonnen wieder freie Fotoshootings zu machen.
Also einfach so, nur zum Spaß.
Außerdem war ich 5x in „meiner Stadt“ in Venedig.
Bei meinen Spaziergängen kam dann auch immer mehr die Lust dazu die Schönheit der Stadt ferst zu halten.
Dies tat ich dann auch und bei den Veröffentlichungen auf Facebook kamen ab und zu Anfragen nach Worskhops.
Da ich seit 2002 an VHS hunderte male als Vortragender engagiert war, weiß ich dass ich genau das gerne mache und überlegte nicht lange, dafür aber reiflich.

Angetrieben auch von den vielen mehr oder weniger guten Fotos die Andere Leute immer wieder ins Internet einstellen und deren Qualität mit einigen kleinen Tipps und Tricks viel besser geworden wäre.
Auf der Jagd nach vielen Klicks fürs Selbstvertrauen wird da oft wild mit dem Pinsel in den Himmel gemalt, die Farben extrem mit dem Kontrast- und dem Sättigungsregler verändert.
Auf den ersten Blick und in geringer Auflösung mögen diese Fotos zwar Eindruck machen, würden die „Fotografen“ aber ein wenig selbstkritischer sein, wäre ihre eigene Entwicklungsstufe viel steiler.
Auf keinen Fall möchte ich aber nun nur mehr professionelle Fotos sehen, nein, nein, wenn einem das bewusst ist und reicht, dann ist es vollkommen in Ordnung.
Auch ich mache und zeige sehr gerne ein Foto das nicht perfekt ist. Einfach nur aus dem Grund weil es mir etwas bedeutet oder eine Situation einfängt.
soccer

Eine Serie bei der letzten Fußball WM fällt mir da spontan ein.
Ich habe die Mädchen selbst mit Bodypaintingfarbe angemalt und fotografiert.
Von Anfang an wollte ich einfach eine passende Serie fotografieren, ohne jeden Anspruch auf Perfektion. Einfach weil es SPASS gemacht hat. Fertig!

Neben den Workshops die zum Teil schon hinter mir liegen und die zum Teil bereits als fixer Termin im Kalender stehen, fotografiere ich wieder das was MIR gefällt.

GRATIS und mit Hobbymodellen.
Es wird einigen „Profis“ zwar nicht passen was ich mache, aber es ist mir egal.
Ich mache was ICH möchte 😉

Einige Shootings und einige Reisen sind bereits geplant, ich möchte mir aber den Kalender auch nicht wieder ganz mit Terminen voll schreiben. Es soll ja immer Platz für Kreativität sein.
Sehr viel Spaß macht es auch immer noch, wenn ich etwas mache und kurze Zeit später findet man SELBIGES auf den Seiten diverser Leute auch.
Es muss nicht unbedingt ein Shootingthema sein, oft funktioniert es auch mit einem neuen Aufkleber auf dem Auto, einem neuen Logo, einem neuen Profilbild.
Es gibt Profis, die sind so unglaublich kreativ dass sie das gleich nach machen.
Ein Vorbild zu sein ist doch ein gutes Gefühl 😉
Natürlich hole ich mir auch Inspiration, aber dann nicht unbedingt bei Fotografen aus der Umgebung und schon gar nicht stelle ich ein Shooting nach.

Vieles hat sich auch aufgrund der neunen Gewerbelage geändert.
Benötigte man bis 2013 noch die Meisterprüfung um sich als Fotograf selbstständig zu machen, ist diese Regelung aufgehoben worden.
JEDER kann nun zur Bezirkshauptmannschaft gehen und das Gewerbe Fotograf anmelden.
Im Grunde wird der im Moment herrschende Preiskampf es selbst richten.
Es ist doch in jedem Beruf so dass eine Prüfung vielleicht von Fachwissen  zeugt, aber noch lange nicht von Können.
So wie ein gelernter Maurer nicht unbedingt besser arbeiten muss als einer der als Hobby gerne mit Ziegeln spielt.
Ich kenne viele Autodidakten, die wirklich sehr gute Fotos machen, da gibt es gar keine Diskussion.

Die letzten Sätze werden mir garantiert einiges an Kritik einbringen, aber damit kann ich leben 😉

Ich verspreche nun dass hier wieder etwas passieren wird, bin aber nicht sicher in welche Richtung das gehen wird.

Was hättet ihr denn gerne?
Schreibt mir info@roga.at oder postet es hier unten.