Die spinnen die Römer… ((k)eine Fotoreise nach Rom)

… hatte Obelix schon immer gesagt.
In der Tat haben die Römer einige „Eigenheiten“.
Wussten Sie zB dass man in Rom per Gesetz nur zwischen 1. November und Ende März heizen darf (egal wie kalt es ist)?
Es war übrigens Ende Oktober und die Außentemperatur betrug an diesen Tagen 22 Grad.
Während einige Touristen im kurzarm Shirt durch die Straßen zogen, sah man gleichzeitig auch einige in dicken Jacken mit Haube und Handschuhen!

Mit meinem Sohn besuchten wir anlässlich eines Fußballspiels Rom und ich wollte dies gleich damit verbinden um einige Fotos zu machen.
Schande über mich, ich war zuvor noch nie in Rom.
In Rom gilt man als Fußballfan generell als Hooligan und potentiell gewaltbereit.
Die Art und Weite wie man hier behandelt wird, habe ich niemals zuvor und nichtmal im tiefsten ehemaligen Ostblock erlebt!

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Aber kommen wir zum eigentlichen Thema.

Nach Rom kommt man am besten mit dem Flugzeug. Die Flugzeit beträgt zB von Frankfurt oder Wien aus ca 75 Minuten. Man kann aber auch mit der Bahn bequem nach Rom reisen. Von Wien aus fährt man etwa 12 Stunden direkt ohne umzusteigen.
Wenn man die frühe Anreise und Wartezeiten am Flughafen mit einberechnet, ist der Zeitunterschied also gar nicht so groß.

Gebucht haben wir relativ spät, so mussten wir den Umweg über Frankfurt nehmen. Am Flughafen in Rom wurden wir vom Hoteltaxi abgeholt und es ging ca 45 Minuten zum Hotel. Der Preis für das Taxi war mit 55€ moderat.
Bei der Fahrt bekamen wir den ersten Eindruck wie man in Rom Auto fährt.
Also eigentlich wie in allen Großstädten in Italien. Man fährt „irgendwie“.
Verkehrsregeln gelten zwar hier auch, aber die gelten maximal als Empfehlung.
Gibt es eine kleine Lücke nutzt man sie und der Wichtigste Teil im Auto ist die Hupe.

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Der Tiber. Trüb wie fast alle Flüsse durch Großstädte

In der Stadt selbst kommt man am besten voran wenn man eine Rom Karte für die atac Linien löst.
Hier kann man Metro, Bus und Straßenbahn verwenden.
Es gibt Zeitkarten für 24 Std (7€), 36 Std (12€), 72 Std (18€) und 7 Tage (24€)
An vielen Haltestellen stehen Automaten an denen man diese Zeitkarten ausdrucken kann oder man geht zum nächsten Kiosk an dem es Zigaretten gibt.
Entweder kauft man dazu einen Plan von den öffentlichen Verkehrsmitteln oder lädt diesen aus dem Internet und druckt  vorab  aus, denn anfangs ist es doch etwas verwirrend.
Es gibt extrem viel zu sehen in Rom und egal wo man hin sieht, überall gibt es Erinnerungen an das alte römische Reich.

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Nehmen Sie sich also sehr viel Zeit bei ihrer Rom Reise, denn selbst im Schnellverfahren schafft man es in 7 Tagen nicht, alles anzusehen.

Ansehen
Ja, da sind wir bereits beim nächsten Thema, denn mehr als ansehen und einige Schnappschüsse sind nur schwer möglich.
Rom ist ganzjährig so wie Venedig in der Hauptreisezeit. Alles voll mit tausenden Touristen und die Möglichkeit ein vernünftiges Foto zu machen ist fast unmöglich.
Man kann spät in die Nacht ausweichen, wenn man nur Nachtaufnahmen machen möchte. Ab 1 Uhr hat man gute Chancen …

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Der Trevi Brunnen um 10 Uhr …
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Oder auch das Ausweichen auf die Wintermonate erhöht zumindest wenn man früh am Morgen da ist, die Chancen.
Ich für meinen Teil habe die Kamera ab Tag zwei im Hotel gelassen und mich mit einigen Handy Schnappschüssen begnügt.
Zu den vielen Leuten kommt nämlich noch ein weiteres unschönes Objekt ins Bild.
Überall stehen Gitter damit die Touristen nicht zu nahe an die alten Gemäuer heran gehen und etwas beschädigen.

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Nur die Sicht auf den Vatikan war halbwegs gut.

So ist es also fast unmöglich vernünftige Fotos zu machen.
Heute ist mir klar, dass die offiziellen Fotos geplant werden und dann das Areal abgesperrt wird, die Gitter weg geräumt und dann lässt die Stadt die Fotos machen.
Als Tourist kommt man kaum an Fotos mit ungehinderter Sicht auf die begehrten Sehenswürdigkeiten.

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Zumindest haben wir das Geburtshaus von Pinocchio entdeckt 😉

Für MICH ist Rom interessant zum ansehen wenn man wie viele sagen auf „alte Steine“ steht, aber aus fotografischer Sicht total uninteressant.

Was mir extrem positiv aufgefallen ist; In Rom gut es überall Brunnen zu finden, bei denen man Wasser trinken oder seine Flaschen auffüllen kann. Das habe ich in der Art noch nie gesehen.

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Die Wege sind sehr schlecht, mit tiefen löchern und sehr holprig.
Vor allem ist fast jeder Weg mit Pflastersteinen gelegt. Heels können die Damen außer vielleicht fürs Abendessen und dem danach, Zuhause lassen 😉

Rom ist auf jeden Fall eine Reise Wert der auf alte Mauern und Sehenswürdigkeiten steht.
Vor allem ist Rom eine sehr grüne Stadt. Fast wie ein Wald in dem auch Häuser stehen.
Fotografisch ist die Stadt (zumindest in meinen Augen)  außer man begnügt sich mit Schnappschüssen total uninteressant.

 

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Kamerakauf DSLR, Evil, Kompakt, … Einige Tipps damit es kein Fehlkauf wird.

In den letzten Tagen häufen sich wieder die Anfragen welche Kamera man kaufen soll.
Im Prinzip hat sich nichts geändert, nur die Namen der Kameras sind anders 😉
Meistens kommen Leute zu mir uns sagen sie möchten sich gerne eine Spiegelreflexkamera kaufen.
Meine erste Gegenfrage an die Fragesteller ist dann immer „was möchtest Du damit fotografieren?“
Die Antwort ist dann meistens auch „naja alles…   Urlaub und so!)
Dann frage ich warum es eine Spiegelreflex sein muss oder soll?
Dann kommt auch schon die erste Fehleinschätzung der User: „weil sie „bessere“ Fotos macht“
So ähnlich beginnt bei mir fast jedes Gespräch wenn mich jemand um Rat bittet bezüglich Kamerakauf.

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Die beste Kamera ist immer jene, die man auch verwendet!
Was nützt eine professionelle DSLR mit einem Satz Objektiven um 10.000.- Euro, wenn man diese dann nicht mitnehmen möchte weil ja im Urlaub so viel gestohlen wird oder man den 8 Kilo Rucksack dann nicht den ganzen Tag herum schleppen möchte?

Die wichtigste Frage ist aber das WOFÜR, also welche Einsatzgebiete man in Betracht zieht.
Natürlich gibt es Sparten, die eine bestimmte Kamera voraussetzen. dazu gehört zB die Sportfotografie. Möchte man Serienaufnahmen machen, dann gehört eine hohen Zahl an Auslösungen pro Sekunde zum Standart. Ebenso wenn man etwa nur im Studio fotografiert. Dann ist das Gewicht der Kamera uninteressant.

Wir gehen hier aber von Otto Normalverbraucher aus, der gerne man die Kamera für die nächste Urlaubsreise mitnehmen möchte, oder die Kinder und sonstige Feste fotografieren möchte.
Trotzdem aber anspruchsvolle Technik sein Eigen nennen und ab und an auch in der Natur und Portraits fotografieren möchte.

Zunächst vergesst mal den Hype um viele Megapixel!
Mehr Megapixel ist nicht immer gut. Für einen Ausdruck auf A4 sind 6 Mpx mehr als ausreichend.
Wobei die Anzahl an Pixel nicht alleine alles sagt.
Ein sehr kleiner Sensor in einem Handy mit 16 Mpx ist sicher nicht „besser“ als 8 Mpx in einer Digitalkamera deren Sensor 3x so groß ist.
Noch dazu fallen bei höherer Pixelzahl auch viel höhere Datenmengen an!

Die Kamera ist entgegen der allgemeinen Meinung eigentlich gar nicht sooooo wichtig. Oft unterscheiden sich 350.-€ Kameras der Einstiegsklasse nur geringfügig von den professionellen Kameras um 4000.- €

Ganz anders verhält es sich bei den Objektiven. Diese sind wirklich verantwortlich für gute Fotos wenn es allein um die Technik geht.

Bei einem Budget von 1000.- € würde ich immer eine Kamera um 300.- und ein Objektiv um 700 Euro empfehlen statt umgekehrt.

Kompaktkamera
Vorteile: klein, handlich, preiswert, Mehrfachzoom, einfache Bedienung
Nachteil: Bildqualität bei wenig Licht, oft langsam, wenig Einstellmöglichkeiten, kleiner Sensor.
Fazit: für Schnappschüsse, Urlaub, Einsteiger
Wird immer mehr von Smartphones abgelöst

Bridgekamera
Vorteile: bessere Bildqualität, hochwertigere / lichtstärkere Objektive (fest eingebaut), Megazooms / Schmutzresistenz, viele manuelle Einstellmöglichkeiten, manuelle Kameramodis, RAW-Aufnahmen oftmals möglich
Nachteil: Größe & Gewicht, festes Objektiv, trotzdem nur kleiner Sensor
Fazit: ambitionierte Hobbyfotografen, Urlaubskamera
Wird wohl vom Markt verschwinden und von den Evil Kameras abgelöst.
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Digitale Spiegelreflex (DSLR)
Vorteile: bestmögliche Bildqualität, „keine“ Auslöseverzögerung, wechselbare Objektive, viele Einstellmöglichkeiten, optischer Sucher, Geschwindigkeit
Nachteil: Größe &Gewicht
Fazit: ambitionierte Hobbyfotografen, die auch verstehen ohne der Automatik Fotos zu machen
Ich bin hier nicht sicher ob die DSLR auch in naher Zukunft von den Evil Kameras abgelöst werden.

Smartphones:
Vorteile: IMMER DABEI, klein, immer dabei, gute Bildqualität bei gutem Licht.
Nachteil: Bildqualität bei schlechtem Licht, Kein optischer Zoom, Kein echter Blitz, wenig Einstellmöglichkeiten (mit Apps erweiterbar), kleinste Sensorgröße
Die Fototechnik der Smartphones ist noch in der Anfangszeit und wird sich mit Sicherheit gewaltig steigern.

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Evil Kameras
Vorteile: relativ große Sensoren (gleiche Sensoren wie Crop DSLR), kompakt, sehr gute Bildqualität, Einstellmöglichkeiten, Wechselobjektive, Videofunktion/Sucher/lichtstark, perfekte Urlaubskamera.
Nachteil: Außer dem Preis sehe ich keinen wirklichen Nachteil
Also ICH habe absolut keine Lust eine Kamera und einige Objektive einige Stunden mit mir herum zu schleppen, wenn ich bei 35 Grad im Schatten den Urlaubsort erkunde.
Seit einigen Jahren versuche ich den interessierten Kunden eine spiegellose „Evil“ Kamera „einzureden“ und viele haben auf dem Sektor bereits zugeschlagen.
Bisher hat noch keiner gesagt sie hätten es bereut auf mich gehört zu haben und alle sind begeistert.
Auch ich bin es.
Nicht nur im Urlaub, sondern auch auf dem Modellflugplatz und für Videodokumentationen verwende ich diesen Kameratyp.

Sollten Sie sich beraten lassen wollen,  gehen Sie bitte in den Fachhandel, in ein kleines Geschäft und NICHT zu einer Elektronikkette. Sie werden von einem VERKÄUFER „beraten“!
Er hat Verkäufer gelernt, der von der Fotografie wahrscheinlich keine oder nur wenig Ahnung hat, aber mit Sicherheit das für die Kette am meisten Gewinnabwerfende Modell an den Markt bringen möchte.

Ganz kurz noch eine weitere Frage die im selben Atemzug zum Kamerakauf gefragt wird:
Welches Teleobjektiv soll ich kaufen?
Wofür?
Für Urlaubsfotos?
Gar keines!
Viel wichtiger und viel öfters braucht man ein gutes Weitwinkelobjektiv.
Noch nie habe ich mir gedacht wie toll es wäre ein Tele dabei zu haben, aber schon oft habe ich mich geärgert dass mein Weitwinkel „erst“ bei 14mm beginnt…

Als letzter Tipp noch die Frage nach der Kameramarke.
Das ist wie beim Auto Geschmackssache und vor allem bei den Marktführern Nikon, Canon, Sony usw macht man nichts falsch.
Jede Marke hat ihre Vor- und Nachteile, aber keine ist „besser“ als diese oder jene.

Wenn unter Fotofreunden die Diskussion um Canon oder Nikon los geht, lächle ich mitleidig und gehe.

Ich möchte hier keine bestimmten Marken oder Modelle nennen, denn der Markt ändert sich schnell und in zwei Wochen kann ein Modell schon wieder Geschichte sein.

Workshop Models & Planes

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Im letzten Jahr habe ich durch Zufall im Internet ein nettes kleines Flugzeugmuseum in Tschechien gefunden.
Einige Tage später machte ich mich mit Sigi auf den Weg um mir ein persönliches Bild zu machen.
Zuerst einmal fuhren wir daran vorbei, denn das Museum ist gar nicht so leicht zu finden.
Ein kleines Häuschen am Eingang, der Portier/Kassier oder wie auch immer, gab uns die Eintrittskarten und brummte dabei wie die besten Grantler in Prag.
Wir machten uns also auf und sahen uns die Flugzeuge an.
Es waren durchwegs Objekte aus dem 2. Weltkrieg.
Transportmaschinen, Jäger, Aufklärer, Bomber…

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Zum Großteil waren alle Flugzeuge und ein Hubschrauber in recht gutem Zustand und ich machte einige Fotos.
Wir beschlossen spontan an dieser Location für das Folgejahr einen Fotoworkshop da zu veranstalten wenn es möglich wäre.
Also rein zum „Grantler“ und mal nachgefragt ob es möglich wäre und die Bedingungen abzuklären.
Er war dann aber sehr nett und freundlich und gab uns eine Nummer vom „Chef“ und Siggi übernahm dann in den nächsten Tagen das klären der wichtigsten Fragen.


Als Models konnte ich Raffaela und Jaqueline gewinnen und mit Karla stand eine professionelle Visa zur Seite.
Der Termin war dann auch schnell ausgebucht.

Das Wetter spielte auch gut mit, es gab Sonnenschein und der Wind war nicht so stark dass ich Angst haben musste dass er uns die Models von den Tragflächen fegt.
Treffpunkt war bei mir Zuhause wo die Teilnehmer noch einen Kaffee bekamen und alles an Equipment in den Bus gelten wurde.
Siggi und Karla stießen in Breclav zu uns.
Bei den Flugzeugen angekommen, ging es gleich ans Werk.
Ich ging mit den Teilnehmern auf eine kleine Inspektionsrunde währenddessen die Models geschminkt wurden.
Dann erklärte ich kurz den Ablauf und gab zur Einführung einige Tipps zur Lichtgestaltung und zu den Blitzen.
Gemeinsam mit den Teilnehmern, die in zwei 3er Gruppen geteilt wurden, suchten wir dann das Outfit für die Models aus.

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In der Zeit in der sich die Models umgezogen haben, haben wir die Blitze aufgebaut und schon konnte es los gehen.
Bei der ersten Location war ich noch mit Rat und Tat bei meinen Teilnehmern, bei den weiteren Locations ging ich nur noch zwischen den Gruppen hin und her und war, wenn es Fragen gab behilflich.
Zwischendurch gab es immer wieder kleinere Teambesprechungen in der Zeit in der die Models das Outfit wechselten.
Am späten Nachmittag machten wir uns dann auf dem Rückweg, bei dem wir, weil wir durchgearbeitet haben noch gut essen gingen.
Einige Teilnehmer, die eine weite Rückreise hatten, waren dann leider nichtmehr dabei.
Die Ergebnisse der Teilnehmer konnten sich dann durch die Bank sehen lassen und ich denke alle waren sehr zufrieden.
Es war auf jeden Fall eine tolle Location mit der einzigen Einschränkung, dass bereits um 17 Uhr das Gelände geschlossen wird.
Bei Sonnenuntergang und ohne weitere Museumsbesucher würde ich dort unheimlich gerne mal noch einige Fotos schießen.