So einfach ist der Weg zum professionellen Fotografen Teil 2 (eine nicht ganz ernst gemeinte Anleitung zum Erfolg)

Hat man erstmal den Einstieg gemacht, sollte man auch die rechtliche Seite beachten.
Natürlich braucht man, wenn man sowieso keine Ausbildung hast, auch kein Gewerbe anmelden.
So erspart man sich den Beitrag für die Wirtschaftskammer und nicht zu vergessen das Abführen von Einkommensteuer.
Schließlich macht man das ja nur nebenbei und bezahlt Einkommenssteuer und Sozialversicherung in ausreichender Menge.
Auch wird das Impressum und die AGB auf der Homepage völlig überbewertet.
Wo wir schon bei der Homepage sind: Es reicht natürlich eine Gratis Homepage.
Zwar heißt die dann sdjhfze.com/Profifotograf-XY, aber dafür bekommt der Besucher auch gleich Werbung mit eingeblendet. Das macht es noch professioneller.
Übrigens gilt auch hier, Bücher und Kurse sind total überbewertet.
Wozu gibt es Homepage Baukästen?
Mit Büchern ist das überhaupt so eine Sache.

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Jetzt wäre es an der Zeit, sich ein richtiges Model zu suchen. Wozu in die Ferne schweifen? Das Gute liegt so nah.
Die Freundin oder Frau sieht richtig toll aus. Also runter mit der Wäsche, rein in die Dessous von Orion Versand von letzte Weihnachten.
Gewohnt ist sie es auch fotografiert zu werden, schließlich hat sie ja jahrelang auf diversen Disco WC Anlagen ihre Selfies auf Facebook gepostet.
Lippen spitzen, Augen zusammenkneifen damit es ja sexy aussieht und Klick, über einen Filter jagen und ab auf Facebook.
Also hat man schon mal sein professionelles Model im Haus.
Außenaufnahmen sind aber total uncool außerdem könnten ja auch die Nachbarn die Freundin dann in Strapsen und Heels sehen, das geht nicht.
Professioneller wird es mit Baustrahlern aus dem Baumarkt.
Wenn man dann merkt, dass sehr heiß wird und die Fotos etwas komisch aussehen mit den Baustrahlern, kann man den nächsten Schritt planen.
Einige Yuongno Blitze von Amazon.
Dazu auch gleich richtige Sofaboxen mit 25×25 cm.
Doch auch hier merkt man schnell, dass die eher etwas für Nahportraits sind.
Also entschließt man sich die Ausrüstung seinem Können anzupassen und zu professionellen Blitzen umzusteigen.
Ein Wallimex Set für 699.- mit 3 Blitzen Blitzen, riesigen 40×40 Sofaboxen und Stativen muss her.
Dann geht es ans Fotografieren und vor allem und darum geht es ja, dem Zeigen von Fotos.
Eine professionelle Kamerahaltung und professionelles Auftreten ist dabei sehr wichtig 😉
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Am einfachsten geht das über Facebook, Twitter, Pinterest und Instagram.
Man hat ja schon seine Fan Seite erstellt und nun kann man die Fotos posten. Ganz wichtiges es die Fotos auf 72 dpi Auflösung zu stellen, denn das Internet braucht das so!
Wenn man ein Foto veröffentlicht, sollte man das auch in verschiedene Gruppen reinstellen. Wenn in der Gruppenbeschreibung steht dass die Gruppe zum suchen oder Fragen stellen da ist und man keine Fotos einfach nur so posten soll, kann man das getrost vergessen.
Überhaupt braucht man die Beschreibung gar nicht lesen, man will der Menschheit seine Kunstwerke ja nicht vorenthalten.
Wichtig ist es noch überall dazu zu schreiben dass die Leute dem Foto einen Daumen geben sollen.
Nicht zu vergessen auch wirklich ALLE dazu auffordern die Seite mit einem Like zu versehen. Das kann man ruhig einige male pro Woche machen, vielleicht haben die ja nur die Aufforderung übersehen…
Achja übersehen. Es sind ja nicht alle Leute immer online, also sollte man jedes Foto auch mehrmals einstellen.
Wann immer es geht, macht man Fotos, immer und überall.
Sollte man sich dazu entschließen doch einen Workshop zu besuchen, muss man die hohen Ausgaben auch richtig nutzen und pausenlos die Kamera in der Hand halten.
Dabei fotografiert man einfach ALLES und IMMER.
Auch wenn ein anderer Workshop Teilnehmer an der Reihe ist und den Blitzauslöser in Beschlag genommen hat.

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Man kann immer noch aus der zweiten Reihe fotografieren. Man muss die Zeit ja sinnvoll nutzen.
Am geeignetsten ist natürlich ein Akt Workshop und wenn man besonders viel Glück hat, gelingen auch einige sogenannte Pink Shoots.
Die kann man zwar nicht veröffentlichen, aber man kann sie ja ab und an mal ansehen.
Es gibt beim Akt oder Dessous Fotografieren auch verschiedene Themen.
Nacktes Model mit Auto, nacktes Model mit Motorrad, nacktes Model mit Waffe.
Die Traumfotos eines jeden Anf… ahhh Profis 😉
Auch sollte man mit der Verschlusszeit spielen wenn man mit der Blitzanlage arbeitet.
Man will ja auch mal mit anderer Blende arbeiten.
Was der Ahnungslose Profi sagt ist auch unwichtig. Schließlich macht ihr das ja nun schon richtig lange so und es hat immer gut funktioniert.
Die besten Freunde und die Familie klickt auch immer auf gefällt mir uns sie sind begeistert.

Die erste Anfragen um eine Hochzeit zu fotografieren sind auch schon gekommen.
Man wird auf die Hochzeit eingeladen und darf seine Kamera mitbringen.

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Hat man so eine professionelle Anlage zuhause, sollte man gleich die Ausgaben versuchen rein zu bekommen und Workshops anbieten.
Schließlich hat man ja schon einige male damit fotografiert und verfügt so über die nötige Erfahrung die man weitergeben kann.
Vielleicht noch ein oder zwei YouTube Videos ansehen um den Feinschliff zu bekommen und passt schon.
Ein professionelles Model ist ja auch im Haus, also ist diese Überlegung berechtigt.
Kritik lässt man am besten erst gar nicht an sich heran kommen, nur positives Feedback ist wichtig.

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So einfach ist der Weg zum professionellen Fotografen. (eine nicht ganz ernst gemeinte Anleitung zum Erfolg)

Du fotografierst gerne?
Du bist der Überzeugung das was andere können, kannst Du auch?
Du möchtest auch so ein lockeres Leben wie ANDERE Starfotografen, die mit halbnackten Models am Pool liegen?
Dann warte nicht länger und werde Profi!



Am besten ist jetzt dass Du eine richtig teure Kamera kaufst.
Expertentipp: Der erfahrene und in Fotografie ausgebildete Berater bei Saturn oder Mediamarkt berät Dich sicher gerne.
Ganz wichtig ist ein Set mit zwei Objektiven. (es können aber auch mehr sein)
Vergiss auch nicht auf die Fototasche, den UV und den Pool Filter, aber der Experte im Elektromarkt wird dir da schon weiter helfen.
Besonders als Modelfotograf benötigt man ein Teleobjektiv um alle Details gut einfangen zu können.
Aber gib nicht zu viel für Objektive aus, die Kamera macht die guten Fotos, Objektive bestehen ja nur aus einem Gehäuse und eigen Glasscheiben. Keine Ahnung warum da manche so extrem teuer sind.
Expertentipp: Die Sonnenblende (Profis sagen Streulichtblende) kannst Du getrost unten lassen, diese ist bei den vergüteten Objektiven total überflüssig.
Noch klüger ist es natürlich diese verkehrt auf dem Objektiv zu lassen, so wirkt das Objektiv größer und NOCH professioneller.
Gleiches gilt für einen Batteriegriff.
Wenn die Brieftasche nicht reicht um eine teure Kamera zu kaufen, nimm einen Batteriegriff. Damit sieht die Kamera größer, also professioneller aus. Außerdem kannst Du so gleich etwa 8000 Fotos schießen ohne aufzuladen.
Auch eine Speicherkarte ist wichtig, aber nimm gleich eine mit viel Speicher 2 oder 4 GB.

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Expertentipp: Du kannst ja die Auflösung runter fahren an der Kamera, so bringt man noch mehr Fotos auf die Karte.
Im besten Fall hast Du bereits Erfahrung in der Fotografie (einige Selfies mit dem Handy sind eine gute Voraussetzung).
Expertentipp: Mach Dir sofort eine FANseite auf Facebook auf und such Dir einen geilen Namen. Am besten Du kopierst den eines bekannten Fotografen in Deiner Umgebung und übernimmst auch gleich sein Logo.
Nein nicht genauso, aber sehr ähnlich.
Expertentipp: Vergiss Fotokurse und eine Ausbildung wird sowieso überbewertet, jeder kann fotografieren!
KEINESFALLS solltest Du Fotokurse von erfahrenen ausgebildeten Fotografen besuchen, die sind ja nun deine Konkurrenten und denen möchtest Du doch nicht das Geld in den Hals werfen?
Expertentipp: Melde Dich auf jeden Fall bei Foren an, da bekommst Du sicher das nötige Fachwissen von den Forenexperten vermittelt das Du brauchst.
 Es gibt ja bereits Kameras die beschreiben alle Schritte zu einem tollen Foto.
Kauf Dir vielleicht auch noch drei oder vier Fotobücher.
 Am besten Bücher über Aktfotografie, schließlich lernt man da gleich in der Sparte, die man fotografieren möchte.
Mehr an Wissen braucht man eigentlich gar nicht.
Expertentipp: Verwende so oft es geht den Vollautomatik Modus, dieser reicht in 99,99% der Fälle aus um richtig geile Fotos zu machen.
Die Bedienungsanleitung der Kamera kannst Du dann getrost gleich weg werfen.
Schau Dich auch in den bereits angesprochenen Foren nach Ideen um. Auch Facebook ist ein gutes Medium mit vielen professionellen Fotos. 
Am besten mach das was Dir gefällt und vor allem viele Likes bei der Konkurrenz erhält, gleich mal nach.
Wenn man schon den Namen und das Logo hat, kann man ja auch gleich die Fotos übernehmen, ist doch egal, schließlich hat man es dann ja doch selbst geknipst, also nicht kopiert.
Besorge dir Photoshop mit vielen fertigen Filtern und zusätzlich noch einige Apps für das Handy oder das Tablett. 
Diese Apps sind richtig toll. Man klickt auf einen Button und schon hat man ein fertiges und vor allem professionell bearbeitetes Foto.
In Kombination mit dem Automatikmodus kann ich auch ein professionelles Bearbeitungsprogramm für deine Moselfotos empfehlen:
Porträtpro. Ein Klick und das Gesicht ist professionell bearbeitet.

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Expertentipp: Inzwischen gibt es sogar bereits Landscape Pro, falls Du auch professionelle Landschaftsfotos machen möchtest.
Achja, ganz wichtig: Du brauchst ja auch professionelle Models.
Melde Dich dafür am besten bei der Modelkartei an. Da findest Du fast ausschließlich professionelle Models.
Expertentipp: Bei den Posen ist es wichtig dass das Model die Hand im Gesicht hat. Das ist richtig cool. 
Keiner weiß warum, aber es ist einfach so.
Das Model muss dabei Aber immer nackt sein, auch wenn Du nur das Gesicht fotografierst.

Wenn Du mal 3 Monate Erfahrung gesammelt hast und professionell genug bist, Veranstalte Workshops und gib Dein Wissen weiter.
Schließlich hast Du nun bereits einige Models fotografiert oder zumindest die gesamt Verwandschaft und hast auch schon einige Erfahrung mit Landschaftsaufnahemn beim letzten Sonntagsspaziergang machen können.
So lässt sich zusätzlich noch Geld verdienen.!
Solltest Du Schwächen in irgendeinen Bereich haben, dann macht das nichts. 
Sag einfach Dieses Thema wird überbewertet und ist nicht mehr Zeitgemäß.
Expertentipp: Bombardiert Facebook jeden Tag mit 10 bis 20 Fotos und mache deine Facebook Freunde aufmerksam auf Dich. Am besten schaffst Du das, wenn Du jeden mindestens einmal die Woche einlädst deine Fotos und deine Seite mit Likes zu würdigen.
Gut klappt auch, wenn man ein Foto hoch lädt und jeden per PN anschreibt: BITTE; BITTE gib meinem Foto ein Like.
Vergiss aber auch die Foren nicht, Foren sind eine wichtige Plattform für gleichgesinnte Profis!
Die Wichtigkeit habe ich oben schon festgehalten.
Expertentipp: Verbringe mindestens 6 Stunden täglich in den sozialen Medien, schau was die Konkurrenz macht, das ist wichtig um mithalten zu können.
Weiterentwickeln und dein eigenes Ding zu machen ist uncool, man muss mit der Masse schwimmen um nicht abzureißen.
Wenn Su soweit bist, dann richte ein professionelles Studio ein.
Die eine robuste, professionelle Studioeinrichtung am besten mit bewährten Wallimex Blitzen, wird dir in der Entwicklung sicher weiter helfen.
Apropos Entwicklung: 
Behalte den Markt im Auge und sobald sich am Kameramarkt etwas neues tut, schlag zu.
Nicht auszudenken wenn ein neues Modell auf den Markt kommt, das noch bessere Fotos macht…

Hochzeiten, fotografiere Hochzeiten, da lernst Du Leute kennen und wenn der Preis stimmt, profitierst Du davon.
Setze aber den Preis für eine Hochzeit nicht zu hoch an. 200.- € für den Tag reichen.
 Die 3000 Fotos musst Du ja eh nicht 35 Stunden bearbeiten…
Erzähle überall wie toll Du bist und glänze bei Treffen mit Gleichgesinnten mit deinem Wissen welche Kamera im 256.000 ISO Bereich die Beste ist und welches Modell die bessere Haptik hat.
Beim Objektiv ist es wichtig zu sagen dass es „BOKEH“ hat.

Nicht vergessen JEDEN Tag zu schauen was der Konkurrent macht und das was gut ankommt, sofort nachzumachen.
Sein Logo hast Du schon, sein Namenskürzel auch, sein Fotos ebenfalls.
Du bist jetzt Profi, also hast Du ja inzwischen bereits ein Studio mit riesiger Auslage. 
Aber hat er Angebote die man unterbieten kann? Oder hat er eine tolle Auslage, die man nachgestalten kann?
Wenn ja, dann greif zu!

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Also fassen wir nochmal zusammen.

Wichtig sind:

eine richtig gute Kamera kaufen
einige Kit Objektive kaufen
Anmelden in Foren und auf Facebook und da das Wissen erweitern
Anmelden bei der Model Kartei um zu Profimodels zu kommen
Photoshop und Fotoapps besorgen
Porträt pro und Landscape pro besorgen
Sämtliche Fertigfilter verwenden um professionelle Fotos zu machen
So viel Zeit wie nur möglich in den sozialen Medien verbringen

Das wichtigste ist aber alles von anderen aufzugreifen was nur geht
Wer selbst Ideen hat ist selber Schuld!

Kreativität wird sowieso überbewertet.
Fotografie ist Handwerk !